Akupunktur


Versteht man Heilung als Ganzwerden, sind Heilungsprozesse nur als ein glückliches Zusammenwirken der verschiedenen Aspekte und Ebenen des menschlichen Daseins begreiflich.



Akupunktur ist eine der ältesten und verbreitetsten Heilmethoden. Sie ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Aus Sicht der chinesischen Medizin ist es wichtig, ein Symptom in Beziehung zum ganzen Körper zu sehen. In einer Anamnese werden alle relevanten Informationen, einschießlich der Symptome und generellen Charakteristika des Patienten gesammelt und in Beziehung gesetzt, bis das "Muster der Disharmonien" erkennbar wird. Das Disharmoniemuster beschreibt eine Situation des "Ungleichgewichts" im Körper des Patienten.

Durch Reizung der Akupunkturpunkte auf der Haut versucht der Therapeut, die Disbalancen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und so die Harmonie bzw. Gesundheit des Patienten wieder herzustellen. Die Akupunkturpunkte liegen auf Leitlinien, auch Meridiane genannt, in denen nach chinesischer Auffassung das "Qi", die Lebensenergie, kreist. Ist das "Qi" kräftig und in Balance, ist der Mensch gesund.

Schon die erste Akupunkturbehandlung bewirkt häufig eine rasche Entspannung bis hin zu dem Gefühl einer "schwebenden Leichtigkeit".

Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort eine Linderung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert eine spürbare Reaktion etwas länger.

Akupunktur wirkt besonders bei gestörter Organfunktion heilend. Handelt es sich allerdings um die fortgeschrittene Zerstörung von Strukturen, kann mit Akupunktur immerhin eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden. Von qualifizierten Behandlern angewendet, ist die Akupunktur eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Therapiemethode. 

Üblicherweise benötigt man mindestens vier bis sechs Sitzungen im Wochenrhythmus, bevor eine erkennbare Wirkung eintritt. Meistens sind insgesamt ca. zehn bis zwölf Sitzungen notwendig, wobei eine Sitzung im allgemeinen 30 bis 45 Minuten dauert.